Für einen glänzenden Auftakt in die Deutschen Meisterschaften in Dresden sorgten die Mehrkämpfer. Bei den Frauen gelang Clara Seidel bei ihrer DM-Premiere bei den Frauen einen Steigerung ihrer persönlichen Bestleistung auf 5.134 Zähler. Sie belegte Rang 14.
Grandiose Stimmung im modernisierten Heinz-Steyer-Stadion: Bereits an den ersten zwei DM-Tagen wurden die Mehrkämpfer zu Höchstleistungen getragen. Bei den Frauen startete erstmals Clara Seidel (LC Jena), die sich in ihrem ersten U23-Jahr befindet. „Ich war erstmal froh, dass ich bei dieser DM starten durfte. Von Anfang an war die Atmosphäre richtig gut. Obwohl das Wetter nicht immer gut war, haben uns die Zuschauer immer angefeuert. Von meinen Leistungen war ich relativ stabil“, resümierte Clara Seidel. In die Konkurrenz startete sie gleich mit einer neuen Bestzeit über 100 Meter Hürden. Erstmals blieb sie in 13,97 Sekunden unter der Marke von 14 Sekunden. Es folgte der Hochsprung, wo sie 1,62 Meter meisterte. Sie blieb um fünf Zentimeter unter ihrer Bestmarke. „Ich war schon zufrieden damit, weil es da momentan nicht so gut läuft. Das ist auch die Disziplin, die gerade etwas wackelt bei mir. Es liegt bei mir an Anlauf“, erklärte sie ihre Schwäche.
Weniger zufrieden zeigte sie sich mit ihrer Leistung im Kugelstoßen. Für sie standen 10,49 Meter im Protokoll. „Ich kann auch nicht sagen, warum es nur 10,49 Meter geworden sind. Von der Technik war es gut, aber die Spritzigkeit hatte ein wenig gefehlt.“ Der erste Tag endete mit den 200 Metern, wo sie in 25,51 Sekunden das Ziel erreichte. „Damit war ich zufrieden, weil ich erst das zweite Mail unter 26 Sekunden geblieben bin“, freute sie sich über einen versöhnlichen Tagesabschluss.
Mit einer neuen Bestleistung sowie drei soliden Leistungen ging ihr erster Tag zu Ende. „Ich hatte großen Bock auf den zweiten Tag, um an diese Leistung anzuknüpfen. Ich war trotzdem schon sehr erschöpft von den 200 Metern und wollte einfach schauen, was ich noch so kann“, sagte Clara Seidel. Eine ganze Menge – und er brachte ihr sogar zwei neue Hausrekorde. Der Tag startete mit Weitsprung, sie zeigte sich hellwach und das Anklatschen der Zuschauer beflügelte sie zu einem weiten Satz auf 5,78 Meter. Auch im Speerwurf verbesserte sie sich auf 35,13 Meter. „Die 800 Meter waren am Anfang zu schnell für mich. Ich habe noch versucht mitzugehen, aber hinten raus haben dann einfach die Körner gefehlt“, blickte sie auf den Schlusspunkt. Im Gesamtergebnis wurde es mit neuer persönlicher Bestmarke von 5.134 Zählern der 14. Platz. Zugleich war dieser Wettkampf ihr Saisonabschluss, der Hoffnung für das kommende Jahr gibt.
An den weiteren DM-Tagen wird sie ihre Vereinskollegen noch kräftig im Stadion anfeuern. Danach folgen ein paar erholsame Tage, bevor in einer Woche ihr Praktikum im Team-Management bei Science City Jena startet. Sie studiert Sportmanagement und Psychologie im Nebenfach an der Universität Jena.



