DM U18/U20 Tag 3: Doppelgold für 800-Meter-Läufer und ein EM-Ticket

Drei lange und intensive Meisterschaftstage gingen am Sonntag für die U18- und U20-Athleten zu Ende. Der Abschlusstag hielt aus Thüringer Sicht nochmals einige emotionale Momente parat. Drei Medaillen nahmen die 800-Meter-Läufer Andor Rik Schumann, Helena Guttke und Leni Hanselmann aus Bochum-Wattenscheid mit nach Hause – davon zwei goldene. Ins Finale über 200 Meter stürmte Matthes Liek mit neuer Bestzeit.

110 und 100 Meter Hürden, 800 und 200 Meter: Diese drei Disziplinen standen am Abschlusstag der Deutschen Meisterschaften der U18/U20 in Bochum-Wattenscheid besonders im Fokus. Nach dem Einzug von fünf Thüringer Athleten in die Finals über 800 Meter in den unterschiedlichen Altersklassen durfte am Sonntag gleich drei Mal gejubelt werden. Als emotional beschrieb Lauf-Landestrainer Enrico Aßmus den Abschlusstag. Einerseits war da diese Freude über Doppelgold. Mit starken Auftritten belohnten sich die U18-Läufer Andor Rik Schumann und Helena Guttke (beide Erfurter LAC) über 800 Meter in 1:54,84 und 2:09,89 Minuten mit den Meistertiteln. „Das wir in der U18 beide Titel gewinnen, das ist natürlich top. Ich kann mich nicht entsinnen, dass wir das jemals geschafft haben. Nils und ich sind sehr glücklich darüber“, sagte Enrico Aßmus. Im Goldlauf von Andor Rik Schumann rannte Jordan Lux (Erfurter LAC) in 1:57,38 Minuten als Siebter ins Ziel.

Leni Hanselmann belohnt sich vierfach

Ein engagiertes Rennen lieferte Leni Hanselmann (Erfurter LAC) über 800 Meter in der U20 ab. Sie durfte sich in neuer Bestzeit von 2:07,33 Minuten über Bronze freuen. Dem nicht genug blieb sie als Dritte noch unter dem geforderten Richtwert für die U20-Europameisterschaften in Tampere (Finnland; 7. bis 10. August) und erfüllte die NK1-Norm. „Sie ist tatsächlich nominiert, das haben sie gleich nach ihrem Zieleinlauf festgemacht. Sie ist die Dritte, die mit nach Tampere geht. Dementsprechend hat sie sich in diesem Rennen mit dem Ticket zusätzlich belohnt“, freute sich ihr Trainer.

Einziger Wermutstropfen war der siebte Platz von Ben Arthur Burkhardt (Erfurter LAC; 1:54,07 min) über 800 Meter in der U20-Konkurrenz. Durch Positionskämpfe nach 600 Metern kam er ins Straucheln und hielt sich gerade so auf den Beinen. „Das tut schon ein bisschen weh. Es war ein schnelles Rennen, er war sehr gut positioniert und hatte noch sehr gute Beine gehabt, ehe ein Konkurrent ihn bei 600 Meter in den Innenraum geschubst und ihm damit jeglicher Chance beraubt hat. Ich sage, er wäre um die Medaille und die EM-Norm mitgelaufen. Es ist ein bisschen traurig gerade für ihn und es tut mir schon sehr leid“, zeigte Enrico Aßmus großes Mitgefühl.

Matthes Liek verfehlt Schallmauer knapp

Während Matthes Liek (Erfurter LAC) am Vortag das Finale der U18 über 100 Meter verpasst hatte, machte er es über 200 Meter deutlich besser. Im Halbfinale blieb er in neuer Bestzeit von 22,01 Sekunden nur knapp über der 22-Sekunden-Marke, zog als Viertschnellster ins Finale ein und wurde dort in 22,14 Sekunden Siebter. "Ich war zufrieden mit ihm. Er hat einen guten Vorlauf wie Finale bestritten. Auf Bahn 2 hat er sich da aller Ehren wert geschlagen. Die ersten 50 Meter waren richtig stark. Darauf lässt sich für die nächste Saison aufbauen. Das hat mir richtig gut gefallen", resümierte sein Trainer Tobias Schneider. Aufgrund von muskulären Problemen verzichete Colin Schäfer (ASV Erfurt) auf einen Start

In den Hürdensprints gab es einige Halbfinaleinzüge. In der Jugend U18 schafften es Merlin Leuthardt (LG Ohra Energie) in 14,56 Sekunden sowie Tim Wehner (LC Jena) mit Einstellung seiner Bestzeit von 14,76 Sekunden eine Runde weiter. Im Halbfinale steigerte sich Merlin Leuthardt zwar auf 14,48 Sekunden, mit denen er als Zehnter knapp am Finale der besten Acht vorbeischrammte. Tim Wehner belegte in 14,84 Sekunden den 14. Platz. In der höheren Altersklasse qualifizierte sich Max Arnold (LC Jena) über 110 Meter Hürden in 14,71 Sekunden für die zweite Runde. Dort bestätigte er nochmals seine Vorlaufzeit, die aber nicht für den Finaleinzug reichte. Er wurde Zehnter. Das Ticket für das Halbfinale über 100 Meter löste Aurora Klotz (beide LC Jena) in 14,08 Sekunden. Das Aus kam in der zweiten Runde.

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