DM: Lukas Peter stürmt ins Finale, Alina Schönherr mit neuer Bestzeit

Mit Bestzeit ins Finale: Langhürdler Lukas Peter stürmte am ersten Tag der Deutschen Meisterschaften in Braunschweig so schnell wie noch nie über die zehn Hürden – und löste souverän das Finalticket. Anschließend sorgte Alina Schönherr über 800 Meter für eine neue Bestzeit.

Aus Thüringer Sicht begannen die nationalen Titelkämpfe mit zwei schnellen Zeiten. Für die erste sorgte Lukas Peter (LC Jena), der im zweiten Halbfinale über 400 Meter Hürden als Zweiter in 51,61 Sekunden mit einem großen „Q“ das Finalticket löste. „Ich bin sehr zufrieden. Es war von ihm ein sehr solider Lauf. Bis auf die letzte Hürde, in die er reingetreten war und stark ins Straucheln kam. Ohne diesen Strauchler wäre sicherlich zeitmäßig noch mehr drin gewesen“, resümierte Trainer Rico May.

Mit dieser Leistung zog Lukas Peter als viertbester Langhürdler in das morgige Finale (So; 14.10 Uhr) ein. Wenngleich eine Medaille in Reichweite scheint, die nationale Konkurrenz mit Constantin Preis (VfL Sindelfingen), Luke Campbell und Joshua Abuaku (Eintracht Frankfurt) sollten die Podestplätze unter sich ausmachen. „Wenn er in seinen Rhythmus findet und die Zeit aus dem Halbfinale nochmals bestätigen kann, dann wären wir sehr zufrieden“, sagt Rico May, dem als Ziel für seinen Athleten ein fünfter Platz vorschwebt.

Das Selbstvertrauen bei Lukas Peter ist durchaus da, um mit vorn reinzulaufen. Eingeteilt ist er auf der Bahn 4. „Ich denke, für ihn ist es eine gute Bahn. Er selbst bekommt gar nicht so viel mit, was die Konkurrenz rechts und links neben ihm macht. Das ist schwer einzuschätzen“, meint Rico May. Vor zwei Jahren in Berlin brachte ihm zwei Mal die Bahn 8 Glück. Erst qualifizierte er sich für das Finale, das er als DM-Siebter abschloss.

Mal schauen, wo ihn die Reise am Sonntag im Finale hinführt. Eins steht fest, auf diesem Weg werden ihn 2.000 Zuschauer begleiten. Schon am Samstag sorgten diese für gute Stimmung im Stadion und klatschten die Athleten an. „Es ist einfach schön, dass es ein paar Zuschauer gibt und die Athleten gut unterstützen. Die Organisation bei der DM ist wirklich gut und alles eng getaktet. Wir sind froh, dass überhaupt eine DM stattfindet“, lobt Rico May die Organisatoren.

Anschließend sorgte Alina Schönherr für die zweite schnelle Zeit aus Thüringer Sicht. Die Mittelstrecklerin des LSV Schmölln lief im ersten Halbfinale - gemeinsam mit der mehrfachen deutschen Meisterin Christina Hering (LG Stadtwerke München). In diesem schnellen Rennen über die beiden Stadionrunden lieferte Alina Schönherr eine starke Leistung ab und durfte sich am Ende über eine neue Bestzeit von 2:06,37 Minuten freuen. Das i-Tüpfelchen auf diese Leistung wäre der Einzug ins Finale gewesen. Diesen verpasste sie als Neunte nur denkbar knapp. -sam-

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