DM: Lukas Peter DM-Fünfter, Tobias Rex erstmals unter 1:50 Minuten

Ein fünfter DM-Platz als Bonus: Das Halbfinale war für Langhürdler Lukas Peter mit einer neuen Bestzeit schon die Krönung. Erstmals unter der Marke von 1:50,00 Minuten über 800 Meter blieb Tobias Rex. Dem hohen Tempo im schnellsten Hindernis-Rennen über 3.000 Meter seit 20 Jahren konnte Martin Grau nicht mehr folgen.

Die Halbfinalläufe über 200 Meter fanden ohne Thüringer Beteiligung statt. Gemeldet waren Julian Reus und Luis Brandner (Top Team Thüringen). Wenngleich der Start bei Julian Reus nur als Option geplant war, sollte am Vortrag über die 100 Meter ein Fehlstart passieren. Fest eingeplant war ein Doppelstart bei Luis Brandner. Nach seinem Auftakt über 100 Meter (10,47 sec), der 20-Jährige verpasste das Finale als Neunter denkbar knapp, sollte am Sonntag ein Start über die „lange Kurzsprintdistanz“ folgen. „Feste Adduktoren lassen heute leider keinen Start zu“, schrieb Trainer Tobias Schneider und gab zugleich den Verzicht bekannt.

Nach anderthalb Jahren wieder zwei Rennen in zwei Tagen

Vom Rhythmus und körperlichen Gefühl verlief das Halbfinale für Lukas Peter (LC Jena) über 400 Meter Hürden besser als das Finale. Trotz des Patzers an der letzten Hürde, in die er reingetreten war. Ob aus mangelnder Konzentration oder tendenziell, dass er zu nah dran war an der Hürde, ließ sich zum jetzigen Zeitpunkt schwer einschätzen. Dennoch lieferte er ein Rennen ab, in dem er sich mit neuer Bestzeit von 51,61 Sekunden belohnte. „Da ist mir schon eine gehörige Last von den Schultern gefallen“, sagte er zu seinem Halbfinale.

Hinter der Zeit stand noch ein großes „Q“, er durfte also nochmals ran und hatte sich für das Finale qualifiziert. „Seit langem gab es für mich zwei Rennen an zwei Tagen. Das hatte ich zuletzt bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 2020 in Leipzig“, erinnert er sich zurück. Und so lief im Finale nicht mehr alles rund wie beispielsweise der Rhythmus und es fehlte auf den letzten Metern der letzte Druck. Die Favoriten machten die Medaillenplätze unter sich aus. Für Lukas Peter endete das Rennen in 52,03 Sekunden auf dem fünften Platz. „Ich bin zufrieden und gesund durchgekommen“, zeigte er sich erleichtert.

Die Athleten wurden in diesen Tagen gut getragen von den 2.000 Zuschauern im Stadion. „Die Atmosphäre war optimal. Das Klatschen der Zuschauer hat einen zusätzlich motiviert.“ Und mit diesen vielen positiven Eindrücken verabschiedete sich der Langhürdler aus Braunschweig. Nächste Station: Bremen (12. Juni). Der nächste nationale Höhepunkt folgt Ende Juni, wo in Koblenz um die nationalen U23-Meistertitel gekämpft wird. Dort zählt es. „Braunschweig hat mir gezeigt, was ich drauf habe, das es in die richtige Richtung geht und ich noch deutlich Potenzial nach oben habe“, sagte Lukas Peter.

Tobias Rex läuft Bestzeit, Licht und Schatten bei Hindernis-Männern

Das Halbfinale über 800 Meter wurde gestrichen. Stattdessen ging es für Tobias Rex (Top Team Thüringen) direkt ins Finale. In dem am Sonntag neun Athleten an der Startlinie standen. Die zwei Stadionrunden endeten für den 20-Jährigen mit einer neuen Bestzeit. Erstmals blieb er unter der Marke von 1:50,00 Minuten. Als Sechster durfte er sich über eine neue Bestzeit von 1:49,43 Minuten freuen.

Hinter sieben der elf Hindernismänner stand nach dem Rennen eine neue Bestzeit. Und eine Siegerzeit mit 8:23,28 Minuten von Karl Bebendorf (Dresdner SC), so schnell war seit 1991 kein deutscher Meister mehr über die 3.000 Meter Hindernis gewesen. Nicht optimal verlief das Rennen für Martin Grau (Top Team Thüringen), er wurde in 8:43,81 Minuten Siebter. „Martin hat bei dem hohen Tempo große Schwierigkeiten bekommen, und ist dann regelrecht eingebrochen. Das war sehr schade“, sagte Heim- und Bundestrainer Enrico Aßmus. Trainingspartner Patrick Karl (TV Ochsenfurt) lief in 8:30,63 Minuten Bestzeit, verfehlte die Medaillenplätze als Vierter knapp. -sam-

Ergebnisse