Darmstadt: Heiko Wendorf bleibt Masters-Athletensprecher

Nach vier Jahren als Athletensprecher der Masters stellte sich Heiko Wendorf aus Neustädt unlängst zur Wiederwahl – und ging als alter wie neuer Athletensprecher für die Jahre 2023 bis 2026 aus dieser hervor. Es ist ein geteiltes Amt. Ihm zur Seite steht Jennifer Gartmann.

Es waren keine einfachen Monate für Heiko Wendorf. Gesundheitlich ist der 52-Jährige immer noch angeschlagen. Wenngleich er dennoch nicht müde wird, für die Masters-Athleten zu kämpfen und sich mit seiner Stimme für sie beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) einzusetzen. Dennoch ließ er sich lange Bedenkzeit für eine Wiederwahl. Er führte ebenso private Gründe für seine lange Bedenkzeit an. Erst kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist reichte er seine Unterlagen für eine zweite Amtszeit ein. „Ich habe in und nach meiner ersten Amtszeit viele positive Resonanzen der Sportler sowie teilweise vom geschäftsführenden DLV-Präsidium erfahren. Der Zuspruch der Athleten war dann ausschlaggebend, mich erneut aufstellen zu lassen“, erklärt Heiko Wendorf.

Ein geteiltes Amt

Allerdings erwies sich die Wahl der Athletensprecher als recht umständlich. Dafür konnten sich die Masters-Athleten nur in einem vorgegebenen Zeitraum registrieren. Dann erst erhielten sie einen Zugang zur Maske mit den Kandidaten. Die Wahlbeteiligung fiel wohl aufgrund der komplizierten Prozedur und teils durch Nichtkenntnis nur sehr gering aus. Dennoch konnte der Thüringer, der ehrenamtlich beim Thüringer Leichtathletik-Verband die Kommission Breitensport leitet, die meisten Stimmen für sich verbuchen und wurde für die nächsten vier Jahre wiedergewählt. Sein weibliches Pendant ist Jennifer Gartmann. „Wir beide sind gleichberechtigt und Ansprechpartner für alle Seniorenathleten“, betont Heiko Wendorf.

Es ist durchaus ein Amt, das Zeit erfordert. Wohlgemerkt ein Ehrenamt. Gespräche führen, Mails beantworten, beschwichtigen und den Finger in die Wunde legen. Heiko Wendorf spricht die Probleme direkt an. Er will mehr Transparenz beim DLV bewirken. „Die Senioren brauchen Planungssicherheit, was die größeren Wettkämpfe betrifft“, benennt er einen Punkt. In Anspielung auf den erst kürzlich veröffentlichten Beitrag, dass sich kein Ausrichter für die Austragung einer Hallen-DM für die Senioren gefunden hat. Er nimmt zugleich auch die Landesverbände in die Pflicht. „Die Hallen-DM wurde komplett abgesagt. Das ist ein großes Ärgernis für die Athleten. Schließlich sind diese Tage für mehr als 1.000 Teilnehmer immer ein Höhepunkt im Wettkampfkalender. Die Absage war für sie ein großer Schlag ins Gesicht.“

Heiko Wendorf lässt nicht locker

Des Weiteren bemängelte Heiko Wendorf die Anschaffung der Nationalmannschaftskleidung auf eigene Kosten für internationale Einsätze. Zwar wird den Teilnehmenden ein Rabatt auf die Kleidung gewährt, aber die Preise seien schon sehr hoch.“ Für viele Seniorenathleten sind das enorme Kosten. Eigentlich müsste der Verband den Athleten die Kleidung zur Verfügung stellen und nicht, dass die Athleten für die Kosten aufkommen.“ Auch nimmt er den Verband bei der Unterstützung der Kampfrichter in die Pflicht. „Es kommen nicht so viele nach wie weggehen bzw. aufhören“, benennt er das Problem. Und Kampfrichter sind für einen Wettkampf unerlässlich und ein wichtiger Faktor in der Wettkampfgestaltung.

Heiko Wendorf nimmt seine Aufgabe als gewählter Athletensprecher sehr ernst, zeigt sich dem DLV gegenüber mitunter sehr streitfreudig und versucht auch eigene Ideen einzubringen. So setzt er sich beispielsweise dafür ein, dass bei nationalen Meisterschaften der Familienangehörige des Athleten kostenlosen Eintritt zur Sportstätte erhält. Für ihn sei das auch eine Wertschätzung gegenüber den Athleten. Heiko Wendorf will nicht lockerlassen und in seiner zweiten Amtszeit wieder einiges für die Masters bewegen und bewirken. -sam-