Erfolgreiche Tage liegen hinter den Thüringer Masters, die in den vergangenen elf Tagen bei den Weltmeisterschaften in Daegu (Südkorea) am Start waren. Mit jeweils drei WM-Medaillen glänzten Marion Stedefeld und Reinhard Langhammer.
Spricht man mit den Athleten über ihre Eindrücke und Erfahrungen bei den gerade erst zu Ende gegangenen Weltmeisterschaften der Masters in Daegu, dann kommen die Athleten regelrecht ins Schwärmen. „Die Eindrücke aus Daegu sind überwältigend. Diese Top-Organisation und diese Meisterschaften – alles freundliche Leute – das war alles schon sehr beeindruckend“, sagte Marion Stedefeld (SV Concordia Großengottern). Drei WM-Medaillen erkämpfte sie sich in diesen Tagen – eine goldene und zwei silberne. „Das ich mit drei Medaillen nach Hause fahre, das ist schon das große Glück. Ich bin gesund und habe alles gut hinter mich gebracht“, resümierte die W60-Athletin, die nach den erfolgreichen Meisterschaften noch ein paar erholsame Tage in Busan mit seinen wunderschönen Sandstränden verbrachte.
Mehrkampf: Gemischte Gefühle, Weitsprung endet mit Überraschung
Im Mehrkampf wurde Marion Stedefeld nach zwei Tagen mit 5.523 Punkten und der Silbermedaille belohnt. Wenngleich sie ihre Einzelleistungen „nicht so ganz zufrieden gestellt haben“. Zum Auftakt wurde es über die 80 Meter Hürden mit 13,61 Sekunden schnell. Im Hochsprung meisterte sie 1,32 Meter. Mit der Kugel standen 7,43 Meter im Protokoll. Der erste Tag endete mit den 200 Metern, die sie in 29,94 Sekunden abschloss. Der zweite Tag begann mit Weitsprung und sehr soliden 4,24 Metern. Der Speer flog in diesem Sommer bereits über die 21-Meter-Marke. In Daegu blieb sie mit 19,20 Metern deutlich darunter. In der siebten und letzten Disziplin musste sie über 800 Meter nochmal alles geben. Die äußeren Bedingungen wie die hohe Luftfeuchtigkeit forderten ihren Tribut. Sie blieb in 2:51,53 Minuten deutlich über ihrer bisherigen Saisonbestleistung. Am Ende reichte es für die Silbermedaille. „Das ist bei einer WM nicht zu unterschätzen“, sagte Marion Stedefeld.
Überraschend kam für sie eine weitere Silbermedaille – im Weitsprung. So gab es einige Konkurrenten, die in ihrem Weitenbereich schon unterwegs waren. Marion Stedefeld wuchs über sich hinaus und steigerte ihre Saisonbestleistung auf 4,41 Meter, womit sie Rang zwei hinter der Amerikanerin Neringa Jakstiene (4,67 m) belegte. „Über die Silbermedaille habe ich sehr gefreut.“ Sie startete noch in weiteren Einzeldisziplinen wie über 80 Meter Hürde. Mit einem großen Q und 13,62 Sekunden hatte sie das Finale erreicht. Dort lief sie in 13,77 Sekunden als Vierte knapp am Podest vorbei. Im Hochsprung gingen die Medaillen mit Höhen über 1,40 Meter weg. Marion Stedefeld übersprang 1,34 Meter, mit denen sie Rang fünf belegte.
Goldener Schlusspunkt mit Staffel, Geher stark unterwegs
Den krönenden wie goldenen Schlusspunkt gab es mit der Frauenstaffel über 4x400 Meter. W55-Athletin Kristin Katz (LG Brillux Münster) erhielt starke Unterstützung von den laufstarken W60-Frauen Marion Stedefeld, Karin Bauer (TSG 1862 Weinheim) und Iris Opitz (LAV Elstertal Bad Köstritz). Mit 4:40,98 Minuten setzte sich das Quartett deutlich vor der Mongolei und Thailand durch. „Das Staffel-Gold war einfach überragend. Ich habe schon mehrmals Gold bei Meisterschaften gewonnen, aber immer in anderen Formationen. Die Staffeln sind schon etwas besonderes, weil es immer neue Beteiligte gibt. Das hat riesigen Spaß gemacht“, sagte Marion Stedefeld.
Nicht minder erfolgreich die Auftritte von Reinhard Langhammer (ASV Erfurt) im Gehen. Gleich auf drei Strecken war er in der M70 gemeldet. Über 10 Kilometer gab es in 1:08:39 Stunden die Bronzemedaille. Ebenso wie auf der doppelten Distanz über 20 Kilometer in 2:27:13 Stunden. Auf den kürzeren 5.000 Metern wurde es in 32:54,04 Minuten Silber.





