Berlin: Julian Wagner mischt in der Weltklasse mit (Update)

Das Berliner ISTAF feiert 100. Geburtstag – und ein junger Sprinter aus Erfurt durfte sich mit der absoluten Weltklasse messen. Für Julian Wagner war der Start beim traditionsreichsten Stadionfest eine Premie wie auch der Schlusspunkt unter eine grandiose Late Season. Vor einer fantastischen Kulisse von mehr als 20.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion verabschiedete sich der 23-Jährige mit einem erstklassigen Rennen, Rang drei und 10,18 Sekunden.

Der US-Amerikaner Marvin Bracy gewann das Fehlstart-Festvial, er blieb in 9,95 Sekunden als Einziger unter der 10-Sekunden-Marke. Der einzige deutsche Starter in diesem Rennen, Julian Wagner (Top Team Thüringen), war heiß auf diesen Start. Vier Anläufe brauchte das Feld, bis der Start endlich klappte. Auf Bahn 2 zeigte der beste Deutsche in diesem Sommer eine exzellente Leistung, die bei Windstille erneut mit einer starken Zeit von 10,18 Sekunden sowie dem dritten Platz belohnt wurde.

"Herz, was willst du mehr. Wir sind echt mega stolz, dass er das so nach dem Fehltstart-Theater mit so einer Kaltschnäuzigkeit löst und bei Windstille mit einer Zeit von 10,18 am Ende auf das Podest rennt. Das war ein ganz toller Abend, den wir noch gebührend feiern und ihn dann in den Urlaub verabschieden werden. Er hat sich präsentiert und in einem Weltklassefeld gezeigt, dass er in der Sprintszene angekommen ist", zeigte sich Trainer Tobias Schneider mehr als angetan vom Auftritt seines Schützlings.

In diesem schnellen Rennen verfehlte er seine persönliche Bestleistung von 10,11 Sekunden nur knapp, diese hatte er beim Meeting im luxemburgischen Schifflange aufgestellt. Dieses Rennen hat gezeigt, Julian Wagner ist angekommen und kann in der Weltklasse mitmischen. "Dieser Auftritt gibt einen enormen Auftrieb für das nächste Jahr für die Großereignisse, um da wirklich dabei zu sein. Das war ein ganz toller Abend, den wir hier im Olympiastadion erlebt haben. Im Stadion herrschte eine super Stimmung, eine Gänsehautstimmung", sagte Tobias Schneider. -sam-

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