In einem der schnellsten Meisterschaftsrennen über 3.000 Meter Hindernis belegte Robin Müller am Sonntag bei den U23-Europameisterschaften im norwegischen Bergen den sechsten Platz. „Er hat ein sehr gutes Rennen, eine Topleistung abgeliefert. Mit seiner Leistung hätte er in den vergangenen U23-Meisterschaften immer eine Medaille gewonnen“, sagte Lauf-Landestrainer Enrico Aßmus, der die DLV-Hindernisläufer in Bergen betreute.
Es war eines der schnellsten Meisterschaftsrennen über 3.000 Meter Hindernis, das am Sonntag im Fana Stadion in Bergen über die Bühne ging. Thüringens Hindernis-Ass Robin Müller (LC Top Team Thüringen) machte am Vortag in 8:42,10 Minuten auf der Zielgeraden mit einem letzten Antritt das Finalticket klar. „Ich habe mich wunderbar gefühlt, ich hatte permanent die Kontrolle und habe immer eine gute Position gesucht. Manchmal war ich eingekesselt, aber ich habe versucht ruhig zu bleiben. Über den letzten Wassergraben wollte ich kontrolliert drüber, ich wusste, dann kann ich auf den letzten 150 Metern noch überholen“, sagte der 22-Jährige gegenüber leichtathletik.de.
„Das war schon eine harte Nummer. Am Samstag der Vorlauf, dann am Sonntag das Finale ohne einen Tag Pause dazwischen“, merkte sein Heimtrainer Enrico Aßmus an. Sein Schützling zeigte sich am Finaltag hellwach, liefert ein „super Rennen“ ab und kam in 8:29,38 Minuten als Sechster und somit bester DLV-Starter ins Ziel. Das war die zweitschnellste Zeit seiner bisherigen Laufbahn. „Das war wirklich top, gerade mit der Vorbelastung am Vortag, aber es waren vier Leute schneller wie der Meisterschaftsrekord gewesen. Mit seiner Leistung war es sonst immer eine Medaille gewesen“, verdeutlichte Enrico Aßmus die Situation. Insgeheim hatten sie schon mit Edelmetall geliebäugelt. „Wir sind mit der Leistung sehr zufrieden, auch wenn wir natürlich gern eine Medaille mitgenommen hätten. So wie sich die Konkurrenz dann nochmal steigern konnte, war das dann nicht mehr möglich“, sagte Enrico Aßmus. Nach Bergen ist vor Dresden – und den Deutschen Meisterschaften (31. Juli bis 3. August). Dort trifft Robin Müller dann auf die national unheimlich starke Hinderniskonkurrenz.



