Aus dem Trainingslager zur U23-EM nach Bydgoszcz

Nächster Start einer internationalen Meisterschaft: Am Donnerstag wurden die U23-Europameisterschaften im polnischen Bydgoszcz eröffnet. Mit dabei zwei TLV-Athleten, die am Abschlusstag in das Wettkampfgeschehen eingreifen.

 

Sie messen sich mit den besten U23-Gehern Europas: Karl Junghannß (LAC Erfurt Top-Team) und Jonathan Hilbert (LG Ohra Energie) wurden vom Deutschen Leichtathletik-Verband für die U23-Europameisterschaften in Bydgoszcz (Polen; 13. bis 16. Juli) nominiert. Um Medaillen und Platzierungen geht es für das Thüringer Duo am Sonntag, 16. Juli. Der Startschuss über 20 Kilometer fällt um 9 Uhr.

Gegenwärtig befindet sich die beiden mit dem restlichen Bundeskader der Männer im Trainingslager in der Sport Base in Belmeken/Bulgarien auf 2.000 Metern Höhe. "Insgesamt sind wir drei Wochen hier und fliegen drei Tage vor dem Start erst nach Bydgoszcz", erklärt Karl Junghannß, der nach anfänglichen Anpassungsproblemen immer besser mit den Bedingungen vor Ort klarkam. Das Gefühl ist nun durchweg positiv. "Das Training läuft sehr gut. Nach einer für mich relativ schweren Anpassung in den ersten fünf Tagen läuft es jetzt viel besser und ich konnte viele sehr gute Einheiten machen. Die Form ist so langsam da und ich denke, dass ich topfit bei der EM an den Start gehen kann."

Bei Teamkollege Jonathan Hilbert schlägt das Training ebenfalls gut an. "Nachdem ich in den letzten Wochen in Erfurt noch einmal etwas an der Schnelligkeit gearbeitet habe, heißt es nun hier in Belmeken die Form zu "konservieren", zu stabilisieren und den Höheneffekt positiv zu nutzen. Hier steht noch einmal das ausdauerorientierte Training im Vordergrund", macht der 22-Jährige, der eine Saisonbestzeit von 1:23:48 Stunden stehen hat, deutlich.

Und das bei besten Bedingungen. "Das Wetter ist größtenteils optimal, es ist sonnig bei meist 15 bis 25 Grad. Oft weht ein leichter Wind. Die Strecke geht entlang eines Sees, ist profiliert und somit sehr anspruchsvoll - was gut ist, denn das gibt Kraft." Schwerpunktmäßig wurde Wert auf Ausdauer und Kraftausdauer gelegt. "Wir trainieren in relativ bergigem Gelände und machen zusätzlich noch die ein oder andere Berganeinheit", verdeutlicht Karl Junghannß. In einer Woche kam die Trainingsgruppe so auf etwa 200 Kilometer. In den letzten Tagen vor dem Wettkampf werden die Umfänge reduziert, um ausgeruht in den Wettkampf zu gehen.

Mit einer Bestzeit von 1:22:08 Stunden gehört der Schützling von Trainer Piotr Zaslavskyy, er wird die Junioren vor Ort betreuen, mit zu den Favoriten. "Ich würde mich auf jeden Fall sehr über eine Medaille freuen. Wenn das trotz einer guten Zeit nicht klappt, dann wäre ich auch zufrieden", zeigt sich Karl Junghannß zuversichtlich.