Abendsportfest des Erfurter LAC - Sprinter bringen sich für Jugendmeisterschaften in Ulm in Schwung

Erfurt – Schnelle Zeiten waren beim Abendsportfest des Erfurter LAC im Steigerwaldstadion angesagt, um sich wenige Tage vor den Deutschen U18/U20-Jugendsmeisterschaften in Ulm in Schwung zu bringen. Schließlich wollen die Athleten des Erfurter LAC nahtlos an die Vorjahrserfolge bei der DM in Mönchengladbach anknüpfen, als sich die 4 x 100 m-Staffel mit Hans-Arthur Margraf, Jan Niklas Pippert, Hagen Träger und Tom-Lucas Greiner den Titel sicherten und Julian Wagner über 200 m Silber erkämpfte. Zum ersten großen Paukenschlag holten die Sprinter bereits im Mai beim Jugendmeeting in Jena aus, als Nick Przeliorz, Luis Brandner, Hans-Arthur Margraf und Julian Wagner den Deutschen Jugendrekord des SC Motor Jena aus dem Jahre 1983 von 40,65 Sekunden auf 40,61 s steigerten. So schnell waren Przeliorz, Träger, Margraf und Wagner am frühen Mittwochabend nicht, meldeten aber in 41,18 s trotzdem Titelambitionen an. In Ulm wird dann wohl der 200-Meter-Bronzemedaillengewinner der U18-WM, Luis Brandner ins Quartett rücken, um der Favoritenrolle gerecht zu werden. Luis Brandner lieferte im  100 Meter Zeitlauf mit Martin Brieger (TV Wattenscheid ein spannendes Duell und siegte in 10,68 s. Damit war ihm der Erfolg in der U18 vor Jonas Gerlach (LAC Top Team) in 11,10 s nicht streitig zu machen. Das Gerlach aber auch unter 11-Sekunden laufen kann, bewies der 16-Jährige bei der Jugend-gala in Schweinfurt, als er in 10,84 s eine neue persönliche Bestzeit aufstellte. Die Konkurrenz der U20-Sprinter beherrschte Julian Wagner (LAC Top-Team) klar in 10,52 s vor Nick Przeliorz in 10,87 s und Hagen Träger in 11,01 s. Trotz des Dauerregens, der knapp 90 Minuten vor Wettkampfbeginn endlich ein Ende hatte, herrschten recht optimale Bedingungen. Bedauerlich war nur, dass es für die Athleten aus mehreren Bundesländern keine Sitz- noch Unterstellmöglichkeiten im neuen Stadion gab. Sie mussten ihre Sportsachen auf nassem Untergrund ablegen und es gab keine Ruhezone in Vorbereitung auf den Wettkampf. Sämtliche Traversen waren hermetisch abgesperrt und es gab keinen Zugang zu irgendwelchen Sitzmöglichkeiten. Auch die Gäste hatten für diese totalen Absperrungen nur noch ein Kopfschütteln übrig.


Doch in erster Linie konzentrierten sich die Athleten auf ihre Leistungen und da konnte sich Leopold Stefanski (Erfurter LAC) freuen, blieb er doch über 400 m in 49,23 zum zweiten Mal unter der 50-Sekunden-Marke und stellte noch eine neue persönliche Bestzeit auf. Bei der DM in Ulm wird Stefanski ebenso auch Max Körner (Erfurter LAC) aber über 800 m an den Start gehen. Die Norm knackten beide beim Meeting in Pfungstadt und rangieren mit ihren Bestzeiten von 1:51,47 min bzw. 1:51,65 m in der DLV-Rangliste auf fünf und sechs. Jetzt möchte der 1,92 Meter große Leopold Stefanski beim Sportfest in Wetzlar noch ein paar Hundertstelsekunden draufpacken. „Eine Zeit unter 49 s ist das Ziel“, so Stefanski.  Optimistisch blickt auch Mittelstreckler Franz Rott (Erfurter LAC) nach Ulm. Der 17-Jährige siegte über 800 m in guten 1:56,84 min und verfehlte dabei seine Bestzeit (1:56,08 min) nur knapp. In Ulm will sich Rott aber voll auf die 1500 m konzentrieren, belegte er doch bereits im vergangenen Jahr in Mönchengladbach den 5. Platz. In der aktuellen DLV-Rangliste über 1500 Meter rangiert der Schützling von Enrico Aßmus in 3:54,98 min derzeit auf Platz drei.  Eine Supersaison mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft und Start bei der Team-Europameisterschaft hat bisher Hindernisläufer Tim Stegemann (LAC Top-Team) hinter sich. Beim Abendsportfest versuchte er sich über 1500 m und stellte als Vize in 3:49,79 min hinter Martin Grau (LSC Höchstadt) in 3:47,60 min eine neue persönliche Rekordmarke auf. „Es läuft in diesem Jahr sehr gut“, freute sich der Ex-Berliner. „Jetzt wird zielgerichtet die im kommenden Jahr in Berlin stattfindenden Europameisterschaften angegangen.“ Die WM-Norm für London hatte Stegemann nur knapp verfehlt.

 

Ein weiteres Achtungszeichen setzten die Sprinterinnen Hanna Reetz, Lea Katzmarski, Helen Eigner und Charlotte Fromm über 4 x 100 m in 48,03 Sekunden. Beim Meeting in Jena waren die Mädchen in 47,69 s zwar schon wesentlich schneller und rangieren damit aktuell auf dem 2. Platz in der U18-DLV-Rangliste. Trotzdem zeigte sich Trainer Alexander Fromm mit Blick auf die DM recht zuversichtlich. Jetzt steht den Erfurter Athleten noch gut eine Woche Training zum Feinschliff zur Verfügung, ehe dann am 4. August der erste Startschuss in Ulm erfolgt. –abe-