17. Mitteldeutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaften Jugend U16 bis U20 und 11. Winterwurfmeisterschaften

Titel – und Medaillenregen unterm mitteldeutschen Hallendach


Halle/Saale – Mit 17 Titeln, 15 x Silber und 13 x Bronze setzten sich die Nachwuchsathleten des Thüringer Leichtathletik-Verbandes (TLV) bei den 17. Mitteldeutschen Hallenmeisterschaften und 11. Winterwurfmeisterschaften mit Blick auf die anstehenden Deutschen Hallen- Jugendmeisterschaften (25./26. Februar) in Sindelfingen/Stuttgart erfolgreich in Szene. „ Die Bilanz hätte noch wesentlich besser ausfallen können“, so TLV-Sportkoordinator Axel Siegfried, „mussten doch eine Reihe potentieller Kader aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig ihren Start absagen.“  


Luis Brandner (Erfurter LAC), der erst jüngst beim 4. Erfurter Indoor beim 60m-Sprint in 6,98 Sekunden aufhorchen ließ, musste sich in der Brandberge-LA-Halle in 7,13 Sekunden mit dem Vizeplatz zufrieden geben. Auch wenn es für den Schützling von Gerhard Jäger nicht zum Titelgewinn reichte, ist er doch in die  Spitze der besten deutschen U18-Sprinter angekommen. Der Titel blieb aber im Lager des TLV-Teams. Malte Stangenberg (LC Jena) lief zur Höchstform auf und siegte in 7,06 s. Doch damit nicht genug. Stangeberg stellte sein gewachsenes Leistungsvermögen auch im 200m-Sprint der U18 unter Beweis und siegte in 22,31 s. Mit seinen zwei Titeln gehörte der 16-Jährige mit zu den erfolgreichsten Startern des TLV bei diesen sehr gut besetzten Meisterschaften. Das trifft auch für Mittelstreckler Franz Rott (Erfurter LAC) zu, der in 1:59,84 Minuten erstmals unterm Hallendach die Zwei-Minuten-Schallmauer knackte und sich vor Tobias Rex (Erfurter LAC), der in 2:00,43 min ebenfalls mit einer Hallen-Bestzeit glänzte, den Titel sicherte. Aber auch  Tim Schneegaß (Erfurter LAC) stieß über 3000 m neue Leistungstore auf, knackte die 9 min-Grenze  und siegte in 8:58,29 min. Gleichzeitig erfüllte der Geraer die Norm für die Deutschen Hallenmeisterschaften (9:05,20 min). Grund zur Freude gab es auch im Lager des SV Creaton Großengottern. Lucas Friedrich lieferte über die Viertelmeile eine große kämpferische Leistung ab und wurde in 53,59 Sekunden mit Silber belohnt. In die deutsche Spitze der besten U18 –Weitspringer katapultierte sich Leon Schellenberg (LC Jena) mit seinem Satz von 6,82 m. Damit sicherte sich der Schützling von Rico Mai den Titel und rangiert jetzt in der aktuellen DLV- U18-Bestenliste auf Platz vier. Mit dem Titelgewinn im Hochsprung hatte Maksim Anacker (Erfurter LAC) zwar geliebäugelt. Das es dann sogar funktionierte und er die neue persönliche Rekordhöhe von 1,89 Meter meisterte, war schon eine Überraschung. Gleich vier Zentimeter mehr, war auch für Trainer Konrad Ackermann ein schönes Geburtstagsgeschenk zu seinem 70-zigsten. Für Power sorgten die Geher von Trainer Petro Zaslavskyy. Nach einem ständigen Wechsel mit dem Hallenser Johannes Frenzel sicherten sich Stramka über 3000 m in 13:36,16 min die Silbermedaille und Junghannß komplettierte mit einer neuen Bestzeit von 13:51,69 min als Dritter den Erfolg. „Fast 20 Sekunden schneller war Otto heute unterwegs“, freute sich Trainer Zaslavskyy. Mal sehen, wie wir mit diesen Leistungen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften wuchern können.“  Einen thüringer Doppelerfolg feierten die U18-Dreispringer Max-Ole Klobasa (LC Jena) mit 13,36 m und Timo Grünbeck (Erfurter LAC) mit 13,31 m. Damit bestätigten die beiden Nachwuchsathleten ihre bei den Landesmeisterschaften erzielten Leistungen.  Mit mehreren neuen Bestleistungen warteten bei den Winter-wurfmeisterschaften Hammerwurf-Meister Julian Buchmann (ASV Erfurt) mit 59,92 m sowie Vizemeister Dennis Brendel (Erfurter LAC) mit 56,84 m auf. Damit qualifizierten sich beide Athleten für die Deutschen Winterwurfmeister-schaften. Und auch Jakob Adler (ASV Erfurt) ließ eine neue Bestweite vermessen. Der Schützling von Richard Debuch schleuderte den Speer auf 54,57 m und durfte sich mit Silber schmücken. Erstmals unter 50 Sekunden blieb Viertelmeiler Leopold Stefanski (Erfurter LAC) als dritter der U20 in 49,98 s. Darüber war auch bei Trainer Enrico Aßmus die Freude groß, löste Leopold mit dieser Zeit das Ticket für die Deutschen Hallenmeisterschaften (50,40 s.) Für einen goldigen und medaillenreichen Höhepunkt sorgten die Hürden-sprinter des LC Jena. Mit einer enormen Steigerung wartete 60m-Hürden-sprinter Lucas – Arno Voigt (LC Jena) auf. Der dritte der DLV-Rangliste steigerte sich von 8,11 s auf 8,07 s und sicherte sich den Titel in der U20. Im Sog lief Leon Schellenberg achtbare 8,20 s und schaffte den Sprung aufs Bronzetreppchen.

 

Es war wohl nicht anders zu erwarten, dass Sprinterin Lea Katzmarski (Erfurter LAC) zum Erfolg  über 60 m in 7,78 s der U16 lief. Da störte es die 15-Jährige nicht, dass sie ihre erst jüngst aufgestellte Rekordmarke von 7,61 s verfehlte. Unzufrieden war Katzmarski aber mit ihrer Weite beim Weitsprung. Mit der engen Anlage kam Katzmarski einfach nicht zurecht und landete mit 5,03 m angeschlagen auf dem 8. Rang. Beim Speerwurf der U18 war die DLV-Ranglistenerste Marie Bertl (LC Jena) mit 46,31 m nicht zu schlagen. Das traf auch für Speerwerferin Lotte Reimann (LC Jena) zu. Die 18-Jährige siegte mit sehr guten 47,98 m. Souverän und sicher trat Hammerwerferin Nelly Böhme (LV Gera) in den Ring. Sie schleuderte das 3-kg-schwere Wurfgerät auf ausgezeichnete 45,67 m und sicherte sich den Titel.

 

Viel vorgenommen hatte sich Sprinterin Charlotte Fromm (Erfurter LAC). Bereits im Vorlauf blieben die Uhren bei der neuen persönlichen Bestzeit von 7,67 s stehen. Noch schneller qualifizierte sich keine Athletin für das Finale. Doch der Endlauf verlief dann etwas anders. Antonia Buschmann (SC Magdeburg) hatte wohl den besseren Start und gewann in 7,69 s vor Charlotte Fromm in 7,72 s.  Mit zwei Silbermedaillen im Gepäck trat Mehrkämpferin Helen Eigner (Erfurter LAC) die Heimreise an. Ihre 8,95 s im 60m-Hürdensprint reichten wie auch die 5,52 m im Weitsprung zum Vizetitel. Einen Supersatz ließ Rebekka Schubert (LC Jena) vermessen. Mit dieser Weite war der 19-Jährigen der Titel nicht streitig zu machen. Auf Titelkurs bewegten sich auch die Bahngeherinnen des ASV Erfurt über 3000 m mit Carolin Kirchner und den Geschwistern Sina und Lena Riedel. Kirchner siegte im Klassement der U20 in 15:35,94 min und Sina Riedel war in der U18 in 16:53,57 min erfolgreich.  Mit insgesamt 45 Medaillen knüpften die Athleteninnen und Athleten nahtlos an die Vorjahrsbilanz an. Was die Leistungen wert sind, wird sich aber bei den Deutschen Hallenmeisterschaften zeigen. – schwabe-