Regelecke

Fallbeispiel: 69

Bei den Deutschen Jugend Meisterschaften meldet ein Trainer seine Athletin für die Disziplinen 100 Meter und Weitsprung. Beide Disziplinen sind an einem Tag (100 Meter Vorlauf 11.00 Uhr und Weitsprung 13.30 Uhr). Die Meldekarten wurden ordnungsgemäß am Stellplatz abgeben. Beim Aufruf zum Weitsprung wird festgestellt, dass die Athletin nicht aufgerührt ist. Nach kurzer Rücksprache wird festgestellt, sie bekam ein „n.a." beim 100 Meter Vorlauf und deshalb nicht für den Weitsprung startberechtigt.
Die Athletin legt Einspruch gegen diese Entscheidung beim Schiedsrichter Callroom ein, mit der Begründung: Sie wusste nicht, das sie für 100 Meter gemeldet war.
Wie soll hier weiter gehandelt werden?
Lutz Gorges 2 / 2015

Fallbeispiel : 68 Lösungsvorschlag

Dieser Fall ist in der IWR, Regel 187.14b geregelt:

R187.14 Es ist ein Fehlversuch, wenn der Wettkämpfer im Verlauf des Versuch

nachdem er den Stoß-/Wurfkreis betreten hat und begonnen hat einen Stoß/Wurf auszuführen, mit irgendeinem Teil seines Körpers die Oberseite des Kreisrings (oder die obere innere Kante) Oder den Boden außerhalb des Stoß/Wurfkreises berührt.

Nach dieser Regel hat der Obmann richtig gehandelt. Die Regel soll verhindern, dass diese Berührung als unzulässige Unterstützung genutzt werden kann.
Lutz Gorges 1 / 2015

 

 

Fallbeispiel : 68

Bei den Meisterschaften der Männer im Kugelstoßen betritt ein Athlet den Ring und nimmt seine Ausgangsstellung ein. Bei der ersten Bewegung beim Angleiten, berührt seine Hand deutlich den Boden hinter dem Ring. Im weiteren Verlauf des Versuchs ist kein Verstoß feststellbar gewesen. Der Obmann mit den Fahnen wertet den Versuch als ungültig. Der Wettkämpfer beschwert sich beim Schiedsrichter gegen diese Entscheidung, mit der Begründung, er habe keine Berührung des Bodens bemerkt.
Wie soll der Schiedsrichter handeln?
Lutz Gorges 1 / 2015