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04.02.2018

Thüringer Nachwuchs zeigt sich in Chemnitz bestens aufgelegt

Luis Bradner ist schon wieder richtig in Schwung (Bild: Archiv)

Luis Bradner ist schon wieder richtig in Schwung (Bild: Archiv)

Die Richtung stimmt: Auf dem Weg zu den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Halle (24./25. Februar) wurden am Samstag die mitteldeutschen Hallentitel in Chemnitz vergeben. Und die Thüringer Nachwuchs-Athleten wussten sich prächtig in Szene zu setzen. In den Altersklassen U20, U18 und U16 standen 44 Medaillen sowie zahlreiche Bestleistungen zu Buche.

Die Sprinter setzten in der U20 die Maßstäbe: Luis Brandner (LAC Erfurt Top Team) stellte seine Bestleistung über 60 Meter in 6,84 Sekunden im Finale ein, er holte sich zugleich den Titel, während Teamkollege Hans-Arthur Margraf in 6,92 Sekunden zur neuen Bestzeit rannte und sich Bronze abholte. Auch bei Hürdensprinter Sebastian Häußler (LC Jena) zeigt die Formkurve nach oben, er steigerte seine Bestzeit auf 8,22 Sekunden, die Silber wert war. An die Spitze der deutschen Bestenliste katapultierte sich die Startgemeinschaft LAC Erfurt mit der Staffel über 4x200 Meter. Und das mit einer richtigen schnellen Zeit von 1:27,36 Minuten.

Dreispringer Colin Sauerbrei kratzt an der 15-Meter-Marke

Über zwei Hallenrunden hatte Lukas Peter (LC Jena) in 49,78 Sekunden die schnellste Zeit auf der Uhr stehen. Im Bahngehen (3000 m) dominierten zwei Thüringer: Jan Stramka (Erfurter LAC; 13:48,91 min) und Otto Junghannß (Erfurter LAC; 14:32,61 min). Einen Doppelerfolg gab es weiterhin im Hochsprung: Es siegte Maksim Anacker (Hochsprung mit Musik; 1,90 m) vor Richard Nagel (LAC Rudolstadt; 1,85 m). Im Dreisprung trumpfte Colin Sauerbrei (1. TSV Bad Salzungen 1990) mit einer Topweite auf. Im sechsten und letzten Versuch landete er bei 14,99 Metern und festigte seine DLV-Spitzenposition in der männlichen Jugend.

60 Meter in 7,71 Sekunden: Laura Kaufmann (LG Ohra Energie) hatte diese Zeit sowohl im Vorlauf als auch im Finale stehen. Das hieß persönliche Bestzeit und Bronze für den Schützling von Trainer Peter Grüneberg. Ein ganz starken Rennen lieferte die 18-Jährige über 200 Meter und blieb in 24,99 Sekunden erstmals unter der 25-Sekunden-Marke. Das Rennen brachte ihr die Silbermedaille ein. Über 800 Meter lief Elisa Thomas (LG Ohra Energie; 2:16,25 min) zum Titel. Mit neuer Bestzeit sowie Bronze reiste Anna Irmscher zurück nach Jena. Den 60 Meter langen Hürdenwald durchquerte sie nach 8,79 Sekunden, Hannah Reetz (Erfurter LAC) wurde in 9,03 Sekunden Fünfte.

Max-Ole Klobasa mit deutscher Jahresbestleistung (U18)

Im Altersbereich U18 gab es ebenfalls einige Erfolge für den Thüringer Leichtathletik-Nachwuchs zu verzeichnen. Roman Freitag (Eisenacher LV) siegte in 9:23,85 Minuten über 3000 Meter, Bronze holte sich Marvin Küster (Erfurter LAC; 9:36,06 min). Im Weitsprung kratzte Kevin Brucha (LC Jena) mit 6,99 Meter an der 7-Meter-Marke. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die magische Marke fällt. Mit seiner neuen Bestweite belegte er den zweiten Platz. Im Dreisprung ließ es Max-Ole Klobasa (LC Jena) im sechsten und letzten Versuch richtig krachen. Mit 14,38 Meter katapultierte er sich auf den ersten Platz und setzte sich zugleich an die Spitze der deutschen U18-Bestenliste.

Im Wurfbereich holte sich Jannis Hoidn (ASV Erfurt) mit 50,75 Meter den zweiten Platz im Hammerwurf. In der weiblichen Jugend U18 gab es Topzeiten für Charlotte Fromm (Erfurter LAC) über 60 Meter (7,69 sec) und 200 Meter (25,18 sec), die ihr die Plätze zwei und eins einbrachten. Zeitgleich im Vorlauf und Finale: Luise Herdegen (LC Jena) hatte über 60 Meter Hürden jeweils eine Zeit von 8,89 Sekunden stehen. Über 3000 Meter Bahngehen holte sich Milla Magiera (Erfurter LAC) in 16:12,12 Minuten die Goldmedaille. Ebenso wie Charis Hoffmann (1. SV Gera; 1,50 m) im Hochsprung.

 

Spannendes Sprintduell in der U16 - eine Hundertstel entscheidet über den Titel

In Chemnitz wurden Titel bis zur U16 vergeben. Und auch dort sind einige hoffnungsvolle Thüringer Nachwuchsathleten vertreten. In einem Wimpernschlagfinale holte Malte Eric Güth (Erfurter LAC) über 60 Meter in 7,29 Sekunden die Silbermedaille. Ole Ehrhardt (Sportclub Magdeburg) war um eine Hundertstel schneller, er sprintete auf Platz eins. Über 800 Meter belegte Louis Fuchs (FSV Meuselwitz) in 2:08,01 Minuten den dritten Rang. Einen Thüringer Doppelerfolg gab es im Weitsprung: Güth (6,23 m) siegte vor Luca Thomas Dreyßig (LC Jena; 6,11 m). Sowohl mit der Kugel (15,24 m) als auch mit dem Diskus (43,65 m) holte sich Luca Julien Fischer (Erfurter LAC) die Bronzemedaille. Im Hammerwurf gingen die Plätze zwei (Colin Planert; 40,28 m), drei (Max Roscher; 38,42 m) und vier (Tim Wagner; 36,04 m) nach Thüringen. Der Speer von Noah Jahn (TSV Zeulenroda) segelte gleich im ersten Versuch auf die Siegerweite von 50,83 Meter.

Im Hochsprung floppte Annabell Recke (KSSV Victoria Weimar/Schöndorf) im zweiten Versuch über 1,63 Meter und durfte sich über Silber freuen. Im Weitsprung sorgten Serina Riedel (TSV Zeulenroda; 5,55 m) und Annabell Recke (5,48 m) für einen Thüringer Doppelerfolg. Im Wurfbereich gab es zwei Mal Edelmetall: Im Hammerwurf holte Emma Neuert (LV Gera) mit 37,87 Meter die Silbermedaille und mit dem Speer gewann Kathy Duphorn (LG Ohra Energie) mit 35,69 Meter die Bronzemedaille.

 

Alle Ergebnisse finden Sie hier: www.tlv-sport.de/fileadmin/media/Download/Wettkampfwesen/Ergebnisse/2018/2018_02_03_MDHM_Jugend_Chemnitz_Erg.pdf